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MPU wegen Alkohol

Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) kann aus unterschiedlichen Gründen stattfinden. Alkohol am Steuer ist nicht die einzige Ursache. Eine MPU kann ebenfalls aufgrund von


Bestehen Beschränkungen, die eine Fahreignung der Person in Frage stellen, wird bei der medizinisch-psychologischen Untersuchung die Eignung zum Fahren überprüft. Damit soll eine Gefährdung ausgeschlossen und Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleistet werden.

Dieser Ratgeber beschäftigt sich ausschließlich mit dem Thema „MPU wegen Alkohol“. Hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen darüber, ab wann Sie mit einer MPU wegen Alkohol rechnen müssen, wie hoch die Kosten sind und welche Tests Sie erwarten.

MPU wegen Alkohol - die wichtigsten Fakten

In Deutschland gilt die sogenannte 0,5-Promillegrenze. Das bedeutet, bis 0,49 Promille kann einem Autofahrer nichts passieren. Erst ab 0,5 Promille werden gemäß dem Bußgeldkatalog Strafen verhängt:

  • 1. Verstoß: 500 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • 2. Verstoß: 1.000 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
  • 3. Verstoß: 1.500 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

    Der Führerschein ist bei Alkohol am Steuer ebenfalls in Gefahr. Zusätzlich zu einem Fahrverbot droht bei einem Alkoholgehalt im Blut über 1,09 Promille der Führerscheinentzug wegen Alkohol am Steuer. Die MPU-Promillegrenze liegt meist bei einem Blutalkoholgehalt von 1,6 Prozent, ab diesem Wert ist eine MPU ratsam. Verursacht
    ein Fahrer ab 0,3 Promille eine Gefährdung im Verkehr, drohen auch drei Punkte in Flensburg. Aufgrund des Alkoholgenusses kann eine MPU bereits eher angeordnet werden. Das wird je nach Einzelfall entschieden.

Theoretisch kann eine MPU bei extremer Auffälligkeit im Verkehr mit drastischer Gefährdung auch schon ab 1,1 Promille oder bei einem noch geringerem Promillewert veranlasst werden. Die Entscheidung darüber liegt im Ermessen der Behörden. Übrigens: Fahranfänger und Personen bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres müssen vollkommen nüchtern bleiben. Für sie gilt die 0,0-Promillegrenze und sie müssen deshalb vor dem Fahren ganz auf Alkohol verzichten.

Ab wie viel Promille muss mit einer MPU wegen Alkohol gerechnet werden?

Die MPU wird in der Regel ab 1,6 Promille angeordnet, in einigen Bundesländern geschieht dies allerdings schon ab 1,1 Promille.

Wie läuft die Alkohol-MPU ab?

Die MPU besteht aus vier Abschnitten. Im ersten Teil füllen Sie einen allgemeinen Fragebogen zu Ihrer Person aus, anschließend erfolgt die medizinische Untersuchung (mit einer Kontrolle der Leberwerte) sowie der Leistungstest. Am Schluss findet eine verkehrspsychologische Untersuchung (Gespräch mit einem MPU-Gutachter) statt.

Wie hoch sind die Kosten der MPU?
Die Kosten für eine Alkohol-MPU betragen 338 Euro netto. Dazu kommen die Kosten für die MPU-Vorbereitung, die abhängig vom jeweiligen Anbieter unterschiedlich hoch sein können.

Woraus besteht die medizinische Untersuchung beim MPU-Test?

Bei der medizinischen Untersuchung wird anhand von medizinischen Tests kontrolliert, ob bei einem Fahrer ein Alkoholproblem vorliegt. Vom Ergebnis dieser Untersuchung hängt das Bestehen der MPU ab. Eventuell kann dabei ein vollständiger Abstinenznachweis gefordert werden. Dies wird Ihnen allerdings entsprechend mitgeteilt.

Was bedeutet Kontrolliertes Trinken bei der MPU?

Ob mit „kontrolliertem Trinken“ bei der MPU ein positives Gutachten erreicht wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Kontrolliertes Trinken bedeutet nicht, vollkommen auf Alkohol zu verzichten. Da in unserem Kulturkreis der Alkoholgenuss zur gesellschaftlichen Akzeptanz führt, das Trinken in Maßen niemandem zu verdenken. Alkohol beim Autofahren stellt jedoch eine Gefährdung dar, die im Extremfall tödlich enden kann. Gelingt es Ihnen als MPU-Teilnehmer den Verkehrspsychologen davon zu überzeugen, dass sie in der Zeit zwischen Anordnung und Durchführung der MPU Alkohol in Maßen durch kontrolliertes Trinken zu sich genommen haben, sind die Chancen für ein positives Gutachten aussichtsreich. Wichtig ist auch wie der Fahrer auf die Fragen reagiert.

Folgende Tipps eignen sich für das kontrollierten Trinken:

  • Trinken Sie nur bei wenigen geplanten Anlässen im Jahr
  • Nehmen Sie zwischendurch auch alkoholfreie Getränke zu sich
  • Konsumieren Sie höchstens bis zu einem Blutalkoholwert von 0,3 Promille
  • Planen Sie die Hin- und Rückfahrt bereits im Voraus

In manchen Fällen wird das Führen eines Trinktagebuches verlangt. Kontrolliertes Trinken sollte mindestens über sechs Monate durchgeführt werden. Bei Alkoholproblemen besteht die Möglichkeit an ambulanten Gruppen- und Einzelprogrammen teilzunehmen. Diese Maßnahmen werden entsprechend der gesetzlich festgelegten Gesundheitsförderung im Sozialgesetzbuch angeboten und von einigen Krankenkassen unterstützt. Sie können sich über die Angebote in Ihrer Stadt direkt bei Ihrer Krankenkasse oder online informieren.

Wenn Sie die MPU wegen Alkohol bereits zum zweiten Mal machen müssen, überzeugen Sie den Gutachter in der Untersuchung eher mit völliger Abstinenz. In diesem Fall ist das Führen eines Trinktagebuches verpflichtend und ein Kurs in einer Suchtberatungsstelle bietet sich an. Wenn bereits offensichtliche Missbrauchsmuster vorliegen, ist ein vollständiger Alkoholverzicht notwendig. Dabei muss vor allem im Untersuchungszeitraum vollständig auf Alkohol verzichtet werden. Auch kleine Mengen Alkohol sind dann untersagt.

ausführliches über <<< "kontrolliert Trinken">>>