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MPU wegen Drogen

MPU aufgrund von Drogen? Das sollten Sie dazu wissen!

Der Besitz eines Pkw-Führerscheins ist vor allem in Regionen mit geringer Siedlungsdichte ein unverzichtbares Hilfsmittel für den Alltag. Allerdings ist der Besitz einer Fahrerlaubnis an Auflagen gebunden und kann von offizieller Seite auch entzogen werden, wenn gegen diese verstoßen wird. Wer regelmäßig Drogen konsumiert oder unter dem Einfluss illegaler Drogen im Straßenverkehr unterwegs ist, riskiert den Verlust seiner Fahrerlaubnis.

Allerdings kann der Führerschein unter festgelegten Bedingungen zurück erworben werden. Ist dies der Fall, muss der leitenden Führerscheinstelle in regelmäßigen Intervallen eine sogenannte Drogen MPU vorgelegt werden. Was es dabei zu wissen gilt, wird nun zusammengefasst.

Drogen MPU – Wer ist betroffen?

Die MPU, als Abkürzung für Medizinisch-Psychologische Untersuchung, wird erforderlich aufgrund verschiedener Ursachen. Wer unter dem Einfluss von Cannabis, Amphetaminen, Heroin, Kokain oder anderen illegalen Substanzen steht und während einer Verkehrskontrolle deswegen auffällt, findet sich unter der Verordnung einer MPU wieder. Allerdings führt nicht nur die Teilnahme im Straßenverkehr unter Drogeneinfluss zum Führerscheinverlust und einer MPU. Auch wer ohne Pkw unterwegs ist und bei einer Kontrolle durch den Besitz illegaler Substanzen auffällt, riskiert den Entzug des Führerscheins, da rechtlich davon ausgegangen wird, dass ein illegaler Konsum vorliegt.

Es gilt also erhöhte Umsicht im Umgang mit illegalen Drogen und dem Führerscheinbesitz. Bei Cannabis zum Beispiel wird die teilweise erheblich lange Nachweismöglichkeit auch bei gelegentlichem Konsum sehr oft unterschätzt. Sogar nach Wochen ist es möglich, Rückstände des THC anhand von Gewebeproben nachzuweisen und ähnliches gilt für andere harte Drogen. Liegt überdies eine nachgewiesene Substanzabhängigkeit vor, kann ein spezielles Gutachten erforderlich sein, um die generelle Zulässigkeit für den motorisierten Verkehr zu prüfen.

Wie verläuft eine Drogen MPU?

Der Zweck der MPU liegt in der Möglichkeit, die eigene Glaubwürdigkeit und Verantwortungsbewusstsein im Straßenverkehr glaubhaft nachzuweisen. Der Anwärter muss durch sein Verhalten und entsprechende Untersuchungen sicherstellen, dass in Zukunft keine Gefahr besteht für das Fahren unter Drogeneinfluss. Eine MPU wegen Drogenkonsums verläuft nach drei Schritten:

  • Medizinische Untersuchung
  • Reaktions- und Leistungstest
  • Explorationsgespräch (geführt zusammen mit einem psychologischen Gutachter)

1. Die Medizinische Untersuchung bei der MPU

Der medizinische Teil der Feststellung der Fahreignung nach Drogenkonsum beinhaltet zuerst ein professionelles Gutachten. Der Schwerpunkt liegt in der Untersuchung der körperlichen Voraussetzungen zum Führen eines Pkw. Es ist möglich, dass durch den Drogenmissbrauch gesundheitliche Folgen und individuelle Verhaltensmuster auftreten, die eine gefahrlose Teilnahme im Straßenverkehr nicht ermöglichen.Begleitend werden ständig Urin- und Haarproben untersucht, um die Abstinenz von der illegalen Droge zweifelsfrei zu kontrollieren. Über die Substanz hinaus, aufgrund derer das MPU-Verfahren angestoßen wurde, findet ein breit angesetztes Screening statt. Dabei wird auch auf mögliche Rückstände von Cannabis, Amphetaminen, Heroin, Kokain und anderen illegalen Drogen geprüft.

2. Der Reaktions- und Leistungstest bei der MPU

Eine angemessene Reaktionszeit und eine entsprechende Leistungsfähigkeit, sowohl körperlich als auch geistig, sind beim Führen von Pkw notwendig. Durch spezielle Tests am PC werden darum Konzentration, Leistungsfähigkeit und Reaktionsvermögen der Neuanwärter getestet.Anhand dieser Untersuchungen muss der Anwärter nachweisen, dass er grundsätzlich in der Lage ist zur sicheren Teilhabe am Straßenverkehr und dass sein Drogenkonsum hierbei keine Einschränkungen verursacht hat.

3. Das Psychologische Untersuchungsgespräch bei der MPU

Der entscheidende Abschnitt einer MPU ist das Gespräch mit einem psychologischen Gutachter. Dieses wird gern unterschätzt, weil angenommen wird, dass es ausreichend ist, glaubhaft die zukünftige Abstinenz zu versichern. Doch gute Vorsätze und einsichtiges Verhalten sind in der Regel nicht genug.

Beim psychologischen Untersuchungsgespräch wird nämlich den Gründen und Ursachen des Drogenkonsums nachgeforscht. Der Gutachter stellt zahlreiche Fragen, um zu erfahren, was zum Konsum führte und welches Verhalten im Umgang mit der verbotenen Substanz in Zukunft zu erwarten ist. Die Untersuchung kann über den eigentlichen Grundaspekt der MPU hinaus gehen, wenn sich nämlich heraus stellt, dass soziale Hintergründe, die familiäre Situation, berufliche Umstände, finanzielle Schwierigkeiten, persönliche Probleme oder andere Auslöser für den Drogenkonsum verantwortlich sind.Um die Fahrerlaubnis zurückzuerhalten, muss der Anwärter bei der Untersuchung nachweisen, dass eine Änderung der eigenen Einstellung stattfand. Es muss nachgewiesen werden, dass eine Reflexion des eigenen Verhaltens zu einer Einsicht dahingehend passiert ist, dass das eigene Handeln direkte Folgen hat. Entscheidend ist der Umgang mit der Frage, warum der Drogenkonsum passiert ist und welche Folgen dieses Fehlverhalten im Straßenverkehr bedeuten kann.

Das „Bestehen“ der psychologischen Untersuchung im Rahmen der MPU ist sehr entscheidend und darum von verschiedenen Faktoren abhängig. Aus diesem Grund ist eine solide, gründliche Vorbereitung sehr zu empfehlen, wie sie zum Beispiel mit der Hilfe eines Verkehrspsychologen möglich ist. Der Nachweis über eine kritische Selbsreflexion und Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten ist sehr entscheidend.

Pflichtnachweise zum Abstinenzverhalten

Wird versucht, anhand einer MPU aufgrund von Drogenkonsum den Führerschein zurückzuerhalten, muss über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten völlige Abstinenz nachgewiesen werden.Für ein positives Gutachten ist der lückenlose Nachweis anhand von Haar- oder Urinproben unerlässlich. Diese werden abgelegt in den Begutachtungsstellen wie etwa dem TÜV. Ebenfalls können speziell qualifizierte Ärzte das Drogenscreening übernehmen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Urin- und Haaranalyse entsprechend der CTU-Kriterien stattfindet.

Wie lang die Abstinenzphase tatsächlich ausfällt, ist abhängig vom jeweiligen Konsumverhalten. Bei bestehender Substanzabhängigkeit kann der Nachweis auch über ein Jahr andauern. Die exakten Details werden den Anwärtern bei einem MPU Vorbereitungskurs mitgeteilt. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Experte einen abgeschlossenen Dilpom- oder Masterabschluss besitzt.

Die Kostenfrage zur Drogen MPU

Diese Kosten werden bundeseinheitlich reguliert und gründen auf der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt). Die Gesamtkosten von 554,54 Euro ergeben sich aus 402,00 Euro einschließlich 152,32 Euro für die Drogenscreenings.

Wird dem Antrag bei einem negativen Untersuchungsergebnis nicht stattgegeben, muss dieses wiederholt werden. Das bedeutet zusätzliche Kosten und persönliche Herausforderungen. Darum ist ein Vorbereitungskurs zur Drogen MPU sinnvoll, allerdings sollte bei den Anbietern unbedingt auf nachweisbare Seriosität und Professionalität geachtet werden.